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Coronavirus-Testverordnung

Anspruch des Praxispersonals auf Testung

Zum 02.12.2020 ist eine Neufassung der Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV) in Kraft getreten. Nach § 6 Abs. 3 TestV ist es Vertragszahnärzten auch weiterhin erlaubt, zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus SARS-Co-2 beim eigenen Praxispersonal Antigentests in eigener Verantwortung durchzuführen.

Anspruchsberechtigte

Eine Testung kann in der Zahnarztpraxis durchgeführt werden, wenn der/die betreffende Mitarbeiter/in in der Praxis tätig ist oder tätig werden soll. Auch der öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) kann zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 die Testung des Praxispersonals verlangen. Der Anspruch ist auf eine Diagnostik mittels Antigen-Tests beschränkt, wobei hier vor allem PoC-Antigen-Schnelltests in Betracht kommen.

Antigen-Tests

Nutzbar und ggf. abrechenbar sind die auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlichten Antigen-Tests.

https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html

Antigen-Test-Kits können in der Regel über die üblichen Wege, beispielsweise Dental-Depots, Apotheken oder den pharmazeutischen Großhandel, bezogen werden. Die Tests sind nicht Bestandteil des Sprechstundenbedarfs.

Die Testungen des eigenen Personals können für jeden Mitarbeiter/jede Mitarbeiterin einmal pro Woche wiederholt werden.

Im Falle eines positiven (PoC-)Antigen-Tests sieht die Nationale Teststrategie wegen dessen höherer Ungenauigkeit gegenüber Labortests eine verifizierende Labordiagnostik mittels PCR-Test vor. Diese ist Bestandteil der ambulanten Krankenbehandlung bzw. Krankenhausbehandlung und hat durch einen Arzt zu erfolgen. Bitte verständigen Sie in diesem Fall Ihr zuständiges Gesundheitsamt.

Abrechnung und Kostenerstattung

Im Falle der Testung des eigenen Praxispersonals mittels selbst beschaffter PoC-Antigen-Tests („Schnelltests“) sind lediglich die hierfür angefallenen Sachkosten in Höhe der entstandenen Beschaffungskosten, höchstens jedoch 9 € je Test (bis zum 30.11.2020 7 € je Test) abrechenbar. Nicht abrechenbar bei der Testung des eigenen Personals sind Leistungen wie Gespräch, Körpermaterialentnahme („Abstrich“) und Ergebnismitteilung sowie weitere Leistungen der Labordiagnostik. Höhere Beschaffungskosten für die Tests werden leider nicht erstattet. Für den Differenzbetrag muss der Praxisinhaber ggf. selbst aufkommen.

Die KZV S-H ist bemüht, das Abrechnungsprocedere für die schleswig-holsteinischen Vertragszahnärzte so einfach wie möglich zu gestalten. Die Details befinden sich aktuell in der Abstimmung zwischen der KVSH und der KZV S-H. Sobald uns dazu hinreichende Informationen vorliegen, werden wir Sie umgehend informieren.

Versicherung

Bitte klären Sie in Ihrem eigenen Interesse vorab, ob die Durchführung von Antigentests durch Ihre Berufshaftpflichtversicherung abgedeckt ist!